Vernetzungsstelle Schulverpflegung Mecklenburg Vorpommern der DGE - Keybild

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Was ist "nachhaltige Schulverpflegung"?

Eine gute und altersgerechte Verpflegung - das ist seit langem bekannt - fördert das Wohlbefinden, die Lernfähigkeit und die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Und immer mehr Schülerinnen und Schüler besuchen Ganztagsschulen, verbringen also einen großen Teil des Tages in der Schule. Umso wichtiger ist es, dass sie dort auch gut verpflegt werden und nicht zum Discounter um die Ecke gehen, um sich mit Kuchen oder minderwertigem Fastfood über den Tag zu retten.

Gute Schulverpflegung - und auch diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch -  ist allerdings mehr, als ein kostengünstiger Liefervertrag mit einem Speiseanbieter und die Bereitstellung eines schlichten Essenraums. Gute Schulverpflegung ist ein komplexer Prozess mit etlichen Beteiligten. Wenn diese gut zusammenarbeiten und für sich Wege und Methoden finden, die Verpflegungsqualität im Interesse der Schülerinnen und Schüler hoch zu halten, kann Schulverpflegung gelingen.

Was unterschiedet nun aber "nachhaltige" Schulverpflegung von einfach "nur" guter Schulverpflegung?

Nachhaltigkeit beschreibt gesellschaftliche Werte. Wer nachhaltig handelt, nutzt unsere natürlichen Ressourcen (Boden, Wasser, Luft u.a.) so, dass sie auch kommenden Generationen in der heutigen Qualität zur Verfügung stehen. Das heißt, unsere heutige Wirtschaftsweise darf nicht zu Nachteilen bei kommenden Generationen führen. Was Nachhaltigkeit im Bezug zur Schulverpflegung bedeutet, beschreibt zum Beispiel der undefinedDGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen (ab S. 36).

Eine nachhaltige Schulverpflegung

- fördert eine gesunde Lebens- und Arbeitsweise der Schülerinnen und Schüler, aber durch entsprechende Arbeitsbedingungen auch jene der KüchenmitarbeiterInnen. 
- achtet auf einen möglichst geringen "ökologischen Fußabdruck", nutzt also die Ressourcen (wie z.B. die Lebensmittel) sparsam und effizient und reduziert Abfälle
- setzt auf regionale, ökologische Produkte und beachtet die Saisonalität. Erdbeeren muss es also nicht im Winter geben, auch, wenn die heutigen weltweiten Handelsbeziehungen dies ermöglichen.
- nutzt faire Handelsbeziehungen, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, achtet auf angemessene Entlohnung, agiert transparent.

Wenn wir also nachhaltige Schulverpflegung anstreben, dann umfasst das deutlich mehr, als allein das Ziel, die Qualität des Essens zu verbessern.


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