Vernetzungsstelle Schulverpflegung Mecklenburg Vorpommern der DGE - Keybild

Schritte zu einer nachhaltigen Schulverpflegung

Die Verpflegungssituation ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Deshalb muss bei konkreten Veränderungsprozessen immer der Einzelfall betrachtet werden. Wenn Sie die Verpflegung an Ihrer Schule nachhaltiger gestalten wollen und noch keine Idee haben, wo Sie ansetzen können, sollten Sie zunächst die aktuelle Situation erfassen. Dabei helfen wir Ihnen. Mit Hilfe von Checklisten und Interviews verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick. Daraus abgeleitet schauen wir gemeinsam mit Ihnen, wo in Ihrem konkreten Fall die Stellglieder sind, d.h. wo Veränderungen hin zu mehr Nachhaltigkeit möglich und sinnvoll sind.

Wichtig ist in jedem Fall: Veränderungsprozesse erfordern die Einbindung aller Beteiligten und gute Kommunikation. Deshalb ist generell empfehlenswert, für die Qualitätsentwicklung Ihrer Schulverpflegung einen regelmäßigen Austausch in einer Arbeitsgruppe oder einen ähnlichen Kreis zu pflegen. In diesem Kreis sollten vertreten sein
- Schulleitung
- Schulträger
- Lehrerschaft
- SchülerInnenvertreter
- Speisenanbieter
- Elternschaft

In der Regel gibt es verschiedene Ansätze, um die Schulverpflegung nachhaltiger zu gestalten. So kann die Speiseplanung angepasst werden. Zum Beispiel lässt sich der Speiseplan saisonaler gestalten, also mit dem Einsatz von Gemüse und Obst der Saison. Es lässt sich der Anteil regionaler bzw. ökologisch erzeugter Produkte erhöhen. Und es lässt sich generell der Einsatz von Lebensmitteln senken, deren Erzeugung viele natürliche Ressourcen in Anspruch nehmen, z.B. bestimmte Fleischprodukte.

Ein weiterer Ansatzpunkt kann die Senkung der Lebensmittelabfälle sein. Ein hoher Anteil von Abfällen ist ohnehin Hinweis auf eine ungünstige Verpflegungssituation. Die Ursachen sind meist vielfältig. Auch hier kann eine gemeinsame Analyse der Bedingungen, unter denen an Ihrer Schule die Schülerinnen und Schüler verpflegt werden, Hinweise auf Veränderungspotential erbringen.

Auch die Bedingungen, unter denen die Speisen entstehen, die an Ihrer Schule eingenommen werden, können Gegenstand von Nachhaltigkeitsbetrachtungen sein. Nicht nur zu diesem Punkt ist auch der Speisenanbieter gefragt. Das beginnt bei der Frage, ob die eingesetzten Kochgeräte energieeffizient sind, führt über das Thema Wareneinkauf und betrachtet natürlich auch die Arbeitsbedingungen des Personals. Wenn Ihre Schule durch einen externen Speisenanbieter verpflegt wird, empfiehlt es sich, die Vertragsbedingungen so zu gestalten, dass das Thema Nachhaltigkeit klar beschrieben wird. Dies funktioniert am besten, indem Sie für die Schule ein Verpflegungskonzept und auf dessen Grundlage eine Leistungsbeschreibung erstellen lassen. In dieser Leistungsbeschreibung wird bei Ausschreibung der Verpflegungsleistung möglichst genau beschrieben, welche Dienstleistungen Sie benötigen, wie die Qualität der Speisen nachprüfbar gesichert wird und welche Nachhaltigkeitskriterien der Speisenanbieter zu erfüllen hat.